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Land und Kommunen einigen sich auf landesweit 30 weitere Frauenhausplätze

Zur Unterzeichnung der kurzfristigen Einrichtung zusätzlicher Frauenhausplätze sagt die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Aminata Touré:
„Es ist eine absolut richtige Entscheidung die Frauenhausplätze um 30 Plätze zu erweitern. Bei meinen Besuchen aller Frauenhäuser in Schleswig-Holstein habe ich bereits bei dreizehn von sechzehn Einrichtungen einen Eindruck von der Situation bekommen können. Die Besuche zeigen, dass es richtig war, im Koalitionsvertrag erst 3 Millionen und inzwischen 6,3 Millionen Euro für die Sanierung der Frauenhäuser bereit zu stellen. Es ist dennoch dringend notwendig, weiteren Schutzraum für Frauen zu schaffen, wenn die besorgniserregende Zahl von 3000-4000 abgewiesenen Frauen alleine im vergangenen Jahr im Raum steht.
Das Problem von Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht nur durch die Erweiterung von Frauenhäusern lösen. Wir müssen das Problem bei der Wurzel packen und dafür Sorge tragen, dass Frauen keine Gewalt erleben. Wir müssen uns die Frage stellen, wieso so viele Frauen Gewalt erleben und deshalb Schutz brauchen. Wir müssen uns die Frage stellen, warum so viele Männer körperliche und psychische Gewalt ausüben, sodass Frauen und Kinder ihr zu Hause verlassen müssen.
Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle oder körperliche Gewalt in ihrer Beziehung erlebt. Deshalb müssen wir diese Debatte führen und massiv in Prävention, sowie in das Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen investieren. Deshalb ist es gut, dass wir uns als schleswig-holsteinisches Parlament für die Umsetzung der Istanbul-Konvention durch den Landesverband Frauenberatung SH ausgesprochen haben, um gegen Gewalt gegen Frauen vorzugehen.“
Hier einmal die Bericherstattung in den Kieler Nachrichten und hier die Pressemitteilung der Gleichstellungsministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack.

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